festival yidishe muzik 2022

Hier der Programm-Falter für das 5. festival yidishe muzik – klezmer lyrics & tunes 2022 in Stuttgart und Umgebung!
Darunter finden sich weitere, tiefer gehende Informationen zum Festival.

  • programm mit Giora Feidman & Daniel Kahn
  • ticket-vorver­kauf & anmeldungen
  • hilfs­wil­lige & gast­ge­bende gesucht!
  • fym-koope­ra­tionen in stutt­gart und umgebung
  • unser pyl-konzert am 1. juli in münsingen
  • online-konzert von Sveta Kundish & Patrick Farrell
  • unsterb­lich! – Mordkhe Gebirtigs 80. todes­ta­g/yor-tsayt
  • sons­tiges: spenden – cd-verkauf – an- & abmeldungen

● programm mit Giora Feidman & Daniel Kahn

Die Spannung wächst: In knapp sieben Wochen wird das festival yidishe muzik – klezmer lyrics & tunes eröffnet – zum fünften Mal seit 2017. Hier der Programm-Falter: https://connect-ev.de/festival-yidishe-muzik-2022/ Vom 28. – 31.7. sowie am 6. & 7.8.2022 findet es vor allem im Stuttgarter Süden statt, aber auch an weiteren Orten. Zu unserem Mitmachfestival möchten wir Sie und Euch herz­lich einladen! [Hier weiter­lesen]

● ticket-vorverkauf & anmeldungen

Kostenpflichtig sind der Improvisationskurs von Helmut Eisel, die beiden Konzerte von Giora Feidman und das Open Air Konzert von Daniel Kahn und Christian Dowid am 7.8.2022. Auf unserem Festival-Falter sind Preise und Details des Vorverkaufs ange­geben. Tickets können ab sofort per Mail bestellt werden: [email protected] und mit Vorab-Überweisung auf das Projektkonto (IBAN: DE73.6415.0020.0004.1015.41). [Hier weiter­lesen]

● hilfswillige & gastgebende gesucht!

Wir suchen noch nette Helfer:innen und Gastgeber:innen, die sich vor und in diesen Festivaltagen ehren­amt­lich enga­gieren und/​oder uns mit Übernachtungsplätzen für Musiker:-, Helferinnen und Vortragenden unter­stützen. Neben einem Riesendank ist Euch eine freie Bewirtung mit leckeren Speisen und Getränken durch das Festival-Kantinenteam vom MüZe e.V. gewiss, die Einladung für ein Dankes-Feschtle und in manchen Fällen auch Frei-Tickets. Bitte bald melden! 

fym-kooperationen in stuttgart und umgebung

Einen Schwerpunkt 2022 bilden etwa 20 Veranstaltungen in Stuttgart-Heslach. Gemeinsam mit Quartier-Institutionen soll das fym im Stuttgarter Süden zum Stadtteil-Festival werden. Sehr erfreu­lich sind auch die Kooperationen mit der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs in Form eines Festivaltags, mit dem Mercedes-Benz Museum auf dessen Open Air Bühne am Sonntag, 7.8. und mit dem Studio Whitefir auf der Schwäbischen Alb. [Hier weiter­lesen]

● unser pyl-konzert am 1. juli in münsingen

Vom 30.6. bis zum 3.7. findet in Münsingen erst­mals das LECHAYIM- Klezmer-Festival statt (siehe https://www.muensingen.de/de/Freizeit-Kultur/Museen/Klezmer-Festival, mit tollen Künstler: und Musiker:innen, von denen wir etliche schon in Stuttgart zu Gast hatten. Am 1.7. ab 19 Uhr geben Kristina Stary, Vladimir Romanov und ich im Rahmen des projekts yidishe lider unter dem Namen „pro yid-lid“ in der dortigen Zehntscheuer ein Konzert mit yidishen Gedichten, deut­schen Nachdichtungen und Klezmermusik. 

online-konzert von Sveta Kundish & Patrick Farrell

Vor kurzem haben wir die Aufnahme eines wunder­baren Studiokonzerts erhalten, das Sveta Kundish und Patrick Farrell für das 4. festival yidishe muzik produ­ziert haben, welches pandemie-bedingt online statt­fand. Diese beiden heraus­ra­genden Musiker:innen der welt­weiten Klezmer-Szene haben dafür yidishe Gedichte, vorwie­gend von Frauen, „ausge­graben“ und Patrick hat sie neu vertont. Das Konzert wird nach einer Bearbeitungszeit auf unserem YouTube-Kanal „yidishe muzik“ erscheinen. Schaut dort einfach mal rein! [Link zu unserem Youtube-Kanal]

 unsterblich! – Mordkhe Gebirtigs 80. todestag/​yor-tsayt

Vor zwei Wochen jährte sich der Todestag von Mordekhay „Mordkhe“ Gebirtig, dem „Vater des yidishen Liedes“ zum 80. Mal. Am 4.6.1942 ermor­dete ein deut­scher Besatzungssoldat den äußerst beliebten 65-jährigen im jüdi­schen Getto seiner Heimatstadt Krakau. Neben seinem Broterwerb hatte Gebirtig Gedichte geschaffen und manche davon vertont. Etwa 170 lider sind über­lie­fert und etliche werden gesungen. Sie zu veröf­fent­li­chen, ist ein wich­tiges Ziel des pyl. [Hier weiter­lesen]

 sonstiges: spenden – cd-verkauf – an- & abmeldungen

spenden:  

zur deckung unserer festival- und projekt­kosten ist finan­zi­elle unter­stüt­zung für unser als gemein­nützig aner­kanntes vereins­pro­jekt sehr hilf­reich. bei förde­rung bis 300 € genügt ein über­wei­sungs­beleg als nach­weis beim finanzamt, für höhere zuwen­dungen stellen wir gerne spen­den­be­schei­ni­gungen aus. 

die IBAN-nummer des projekt- und spen­den­kontos unseres connect!-projekts yidishe lider lautet: DE73.6415.0020.0004.1015.41. Die meisten Veranstaltungen können wir durch die dankens­werte Förderung der Stadt Stuttgart kostenlos anbieten, um Menschen mit geringem Budget die Teilnahme zu ermöglichen. 

cd-verkauf:

ihr könnt uns auch unter­stützen durch die bestel­lung der ersten cd von oygn­blik mit 21 bekannten klezmer-songs oder einer cd unserer nieder­län­di­schen klezmer-musikfreund:innen mariejan van oort und jacques verhejen. Die cd’s gibt es für 10 bis 20 € je nach selbst­ein­schät­zung plus versand oder direkt beim festival.

unsubscribe/​löschung aus verteiler:

dieser mail­ver­teiler wurde sorg­fältig aufgrund persön­lich erhal­tener mails bzw. adressen erstellt. falls diese rund­briefe von euch nicht erwünscht sind, ist das über­haupt kein problem: dann einfach kurz mailden! danke! 

subscribe/​aufnahme in diesen verteiler:

inter­es­sierte können sich gerne an diese mail­adresse wenden, werden in den verteiler aufge­nommen und erhalten dann diese mail (yidish: blits­post) etwa ein bis zwei mal im quartal. a dank!

Mehr Infos

● programm mit Giora Feidman & Daniel Kahn

Unser Programm-Faltblatt befindet sich im Druck und wird ab der kommenden Woche ausge­legt und verteilt. Wer gerne gedruckte Faltis haben oder gar verteilen möchte, einfach mailden! Ausführliche Programm-Informationen sind in Arbeit und werden in Bälde online gestellt auf den beiden ange­ge­benen Webseiten des Festivals und unseres connect! Vereins für Musik – Tanz – Kultur.

Zu den ange­bo­tenen Workshops, Vorträgen, Gesprächen und Konzerten kommen lang­jäh­rige Freund:innen und Mitwirkende unseres Yidish-Fesivals wie Kristina Stary, Vladimir Romanov, Matthias Schiebe, Uwe von Seltmann und Michael Fetscher vom Studio Whitefir.

Aber es gastieren auch Ensembles zum ersten Mal; so das mit einem jüdisch-arabi­schen Friedenskonzert eröff­nende Trio von Ines Amanovic, Mazen Mohsen und Alon Wallach und der Frauenchor Tübingen mit einem beein­dru­ckenden Programm jüdi­scher und yidisher Dichter:- & Komponist:innen. Fast 30 Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt statt, wobei wir um Spenden bitten (Spendenbescheinigungen möglich & Projektkonto: siehe unten). Es gibt aller­dings vier Ausnahmen, bei denen wir aufgrund unserer erfreu­li­chen, aber begrenzten Unterstützung Eintritt verlangen müssen.

Zu diesen Highlights gehören die beiden Konzerte des 85-jährigen Giora Feidman. Im Sinne einer Friedensbotschaft und anläss­lich seines 75.sten Bühnenjubiläums plant der „King of Klezmer“ derzeit seine Friendship Tour 2022, siehe auch: https://www.giorafeidman-online.com/ und will in Stuttgart in zwei verschie­denen Begleitungen und Orten auftreten: am Samstag, 30.7.2022 ab 18 Uhr in der Heslacher Matthäuskirche mit seinem Pianisten Sergej Tcherepanov und am Sonntag, 7.8.2022 ab 18 Uhr auf der Open Air Bühne am Mercedes-Benz-Museum mit dem Jerusalem-Duo, seiner Enkelin Hila Ofek an der Harfe und deren Ehemann Andre Tsirlin am Saxophon.

Ein weiterer, doppelter Hochgenuss erwartet uns auch bei den beiden Konzerten des bekannten Singer-Songwriters des Yidishen, Musikers und Theatermanns, Daniel Kahn. Zuerst wird er zusammen mit dem konge­nialen Klarinettisten Christian Dowid am Samstag, 6.7.2022 ab 20 Uhr in Michael Fetschers Studio Whitefir in Trochtelfingen-Steinhilben auf der Alb gastieren. Dort hat er 2020 auf Einladung unseres Festivals mehrere Stücke einge­spielt und seine Studioarbeit verlän­gert, woraus dann sein neues Album Word Beggar /​verter-betler entstand, sehe und höre beispiels­weise: https://www.deutschlandfunkkultur.de/daniel-kahn-im-funkhauskonzert-100.html

Wichtig zu beachten: Die Besucherplätze des fami­liären, gleich­zeitig hoch profes­sio­nellen Studios Whitefir sind begrenzt und Eintritt zu dem Studio-Livekonzert, das mitge­schnitten wird, ist nur möglich bei vorhe­riger Anmeldung über [email protected] . Michael Fetscher, der Gründer, Erbauer und Leiter des Studios, wird sich dann bei den Interessierten zurück­melden. In seinem Studio, das spezia­li­siert ist auf analoge Aufnahmen und Vinyl-Produktionen, entstanden übri­gens auch die CD unserer Band oygn­blik – klezmer songs & stories und die gemein­same Hörstück-Produktion „Ein Traum vom Grab – Kafka und das Yidishe“, die beim 5. fym präsen­tiert wird.

● ticket-vorverkauf & anmeldungen

Für die beiden Feidman-Konzerte können Karten auch über eventim bestellt werden: https://www.eventim.de/artist/giora-feidman/giora-feidman-friendship-tour-2022-2959653/

Tickets an der Abendkasse gibt es nur dann, wenn im VVK kein Ausverkauf erfolgt. Karten gibt es über unser Projekt etwas güns­tiger, da wir den Vorverkauf inklu­sive 10 % Gebühren teil­weise selber orga­ni­sieren. Eine Reservierung über uns ist gültig bei Erhalt einer eMail mit entspre­chendem Betreff (siehe Falter) sowie bei Zahlungseingang. Unsere Gäste müssen dann am Veranstaltungsort nur ihren Namen nennen, sich ausweisen und erhalten dann Zugang zur Veranstaltung.

Die Vorbestellungen über eventim mit seinen eigene Preisen, Regeln und Prozessen werden wöchent­lich mit uns abge­gli­chen. Selbstverständlich werden von uns Ticketpreise im Falle eines Ausfalls der jewei­ligen Veranstaltung zurückerstattet.

Ermäßigte Tickets gibt es für Schüler:innen, Studierende, Bufdies und freien Eintritt für Begleitungen Schwerbehinderter mit Merkmal „B“. Durch inten­sive Mithilfe beim Festival können auch Interessierte mit gerin­geren Einkünften Freitickets erhalten. Bei Interesse uns kontaktieren!

fym-kooperationen in stuttgart und umgebung

fym-koope­ra­tion mit dem stutt­garter süden

Schon seit der fymGründung 2017 gibt es eine Zusammenarbeit mit Heslacher Institutionen wie dem Alten Feuerwehrhaus, dem Generationenhaus Heslach und dem dortigen Familienzentrum MüZe. Letztes Jahr kamen Vertreterinnen von NAdliQ (Nachbarschaftlicher Austausch der Institutionen im Quartier) auf uns zu und schlugen erfreu­li­cher­weise eine vertiefte, akti­vere Zusammenarbeit vor. Schon jetzt gibt es viele gemein­same Veranstaltungen, so mit dem Gebrüder-Schmid-Zentrum, dem IB-Stadtteilprojekt KUGEL und in der Stadtteilbibliothek Heslach. Und das Familienzentrum MüZe über­nimmt das Festival-Catering im Feiergarten des Generationenhauses!

Die nun begon­nene inten­sive Kooperation zwischen dem und NAdIiQ wird dankens­wer­ter­weise finan­ziell unter­stützt vom Bezirksbeirat Stuttgart-Süd mit dem gemein­samen Ziel, das fym zu einem Stadtteilfestival Süd weiter zu entwi­ckeln. So ist zum Beispiel das Eröffnungs-Konzert des 6. fym am 27.7.2023 im Alten Feuerwehrhaus vorge­sehen und wir sind im Gespräch mit dem Jugendhaus Heslach wegen gemein­samer jugend­be­zo­gener Veranstaltungen. Zentrum des Festival-Geschehens soll auch künftig der schöne Feiergarten des Generationenhauses bleiben, grüne Oase inmitten des Quartiers, ergänzt durch Konzert- und Tanz-Veranstaltungen auch auf dem Schoettle-Platz.

fym-koope­ra­tion mit der israe­li­ti­schen reli­gi­ons­ge­mein­schaft würt­tem­berg (irgw)

Ein sehr erfreu­li­ches Novum ist auch die Zusammenarbeit mit der Israelischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW), deren Kantor Nathan Goldman bereits an unserem Kafka-Hörstück mitwirkte. In den IRGW-Gemeinderäumen findet der 4. Festivaltag am Sonntag, dem 31.7.2022, also im Anschluss an den jüdi­schen Schabbat, statt. Er beginnt mit einer Stadtführung auf den Spuren jüdi­schen Lebens der Stuttgarter Historiker:innen und Publizist:innen Sigi Brüggemann & Roland Maier, die beim Gemeindezentrum endet, wo Dr. Matthias Schiebe parallel Einblicke in die yidishe Sprache und hebräi­sche Schrift gibt. Gegen Mittag gibt es dann eine Begrüßung und Hausführung.

Auch konnten wir die renom­mierten Wissenschaftler:innen Gabi und Uwe Seltmann gewinnen, die unter anderem über die Lage in Polen und der Ukraine berichten. Dazu zeigen sie ihren Dokumentarfilm „Boris Dorfman – a mentsh“ über ihren jüngst verstor­benen yidish-spra­chigen Freund aus Lviv/​Lemberg. Ferner werden sie von ihren beiden Projekten digi­taler Rekonstruktionen der Synagogen von Warschau und Siegen, die durch die Nazis zerstört wurden, erzählen und von den Buchprojekten über Mordekhaj „Mordkhe“ Gebirtig, dem Vater des yidishen Lieds, sowie über 1700 Jahre jüdi­sches Leben in Deutschland.

Für Besucher:innen sind folgende Sicherheitsmaßnahmen zu beachten: 

  1. Frühzeitig kommen wegen der nötigen Sicherheits-Checks
  2. Ausweisdokumente dabei haben!
  3. Nur wenig und leichtes Gepäck mitführen!
  4. Kopfbedeckungen der Männer für die Synagogenführung! 

fym-koope­ra­tion mit dem kultur­sommer des mercedes-benz museums

Eine beson­dere Chance für die Weiterentwicklung des fym ergibt sich durch unsere Teilnahme am Kultursommer des Mercedes-Benz Museums in Bad Cannstatt auf seiner Open Air Bühne. Auch in Hinblick auf inter­es­sierte jüdi­sche Besucher:innen, die den Schabbat begehen, sind wir froh, den Sonntag, 7. August bespielen zu können. Am Abschlusstag unseres 5. fym laden wir zu einer Open Air-Veranstaltung der beson­deren Art ein mit Konzerten zweier wich­tiger Protagonisten der yidishen Musikkultur ein: Giora Feidman, der „König des (eher instru­men­talen) Klezmer“ und den yidishen Troubadour Daniel Kahn. Umrahmt wird das Doppelkonzert von unserer connect! DJane Emi.

fym-koope­ra­tion mit dem studio whitefir

Dies gilt auch für eine weitere Neuheit, das Studio-Konzert von Daniel Kahn mit Christian Dawid im Studio Whitefir in Trochtelfingen-Steinhilben, für das es nur begrenzt Plätze gibt. Auch hier gilt: Schnell anmelden, solange es noch freie Plätze gibt!

 unsterblich! – Mordkhe Gebirtigs 80. todestag/​yor-tsayt

Vor gut 80 Jahren, im Frühjahr 1942, fanden immer wieder­holt Abtransporte jüdi­scher Menschen aus dem Krakauer Getto in das Vernichtungslager Belsec statt. Am 4. Juni standen auch Mordkhe, so sein yidisher Name, und seine Familie auf der Liste der Nazis. Der „Vater des yidishen Liedes“ muckte wohl zusammen mit seinem Freund, dem Maler und Künstler Abraham Neumann, gegen die betei­ligten Soldaten auf und wurde auf offener Straße erschossen. Bis kurz vor seinem Tod dich­tete er Lieder voller Verzweiflung und Hoffnung und ließ seine Hefte und Büchlein noch aus dem jüdi­schen Getto schmuggeln.

In kroke lebte Mordkhe Zeit seines Lebens – zuletzt als „Möbelauffrischer“ – in mate­ri­eller Armut, verfügte aber über einen bis zuletzt höchst krea­tiven geis­tigen und musi­ka­li­schen Reichtum. Tagsüber hobelte und schliff er an den Möbeln seiner Kundschaft und abends an seinen Gedichten und Liedern. In seiner Poesie analy­sierte er einer­seits hell­wach und poli­tisch enga­giert die geschicht­li­chen Vorgänge. Andererseits beschrieb er die Menschen in seiner Umgebung im haupt­säch­lich jüdi­schen Stadtteil Kazimierz in yidisher Sprache auf sehr feine und milde Art. So errich­tete er kleine Denkmäler für die kleinen Leute des armen Viertels.

Zu seinem 80. Todestag, auf yidish yor-tsayt, erin­nern wir beson­ders an diesen wunder­baren Menschen, dessen dich­te­ri­sches und musi­ka­li­sches Werk unsere Projekt- und Festivalarbeit durch­zieht und erfüllt. Vom pyl fym aus halten wir die Erinnerung an ihn lebendig durch die Veröffentlichung seiner lider in Form von Liedblättern. Diese Noten- und Textblätter kommen auch bei den Festival-Workshops zum Einsatz. Bis zu Mordkhe Gebirtigs 150. Geburtstag im Frühjahr 2027 wollen wir sein gesamtes Werk in yidisher Umschrift und mit Übersetzungen und Nachdichtungen veröffentlichen.

Während seine Nazi-Mörder vergessen starben, ist Mordkhe Gebirtig zu einem hellen Stern im Himmel über dem welt­um­span­nenden yidish­land geworden. Denn bis heute lebt sein Werk fort, seine Lieder werden gesungen, seine Melodien neu arran­giert, seine Lyrik vertont, über­setzt und nach­ge­dichtet. Wir möchten gerne die beein­dru­ckende yidishe Musik und Kultur schil­dern und weiter tragen! Das hat auch den Grund, dass die früher „Judentajtsch“ genannte yidishe Sprache die engste west­ger­ma­ni­sche Verwandte der deut­schen Sprache ist, sozu­sagen unsere vertrie­bene und verges­sene Schwester!

ausweisen und erhalten dann Zugang zur Veranstaltung.